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2 Jahre mit der mc-32 von Graupner|SJ - ein Erfahrungsbericht

 


2 Jahre mit der mc-32 von Graupner|SJ


 

mc-32 mit optischem Tuning

Die mc-32 mit optischem Tuning

 


707 Tage


 

707 Tage? Ja, genau! Am 22.12.2011 hat der "Himmlische Höllein" diesen meinen Sender von Graupner erhalten und sofort an mich weitergeschickt. Erste ausgelieferte Serie, erster Sender bei Höllein - wäre die Post schneller gewesen, auch erster offiziell im RC-Network Forum vorgestellter Sender. So war ich Nummer 2 ;).

 

Nun, was gibt es nach diesen zwei Jahren zu erzählen? Eine ganze Menge Flugstunden haben wir beide mittlerweile gesammelt, das von der Schaumwaffel bishin zum Großsegler mit 7 m Spannweite, von -8°C, Eis und Sturm bis Hochsommer und 35°C.

So gar nicht spannend für den Einen oder Anderen: Es gab keine Zwischenfälle. Keinen einzigen. Keine unerklärlichen Meldungen oder gar Ausfälle - der Sender hat stets das getan, was er tun soll. Was nicht heißt, dass es gar nix zu berichten gibt. Wir sind ja hier nicht bei den Zotteltieranhängern, bei denen augenscheinlich für Bugs sogar extra bezahlt würde, wenn es denn ginge ;).

 


Sternzeit


 

Wir schreiben mittlerweile Sternzeit ähmwillsagen die Firmwareversion 1.073. So ziemlich alle der von mir einstmals a href="/articles.php?article_id=97" target="_blank">im allerersten Online-Bericht auf meinen Seiten veröffentlichten Kritikpunkte sind schon lange Vergangenheit.

Was uns alt-32ern indes immer noch vorenthalten wird, ist die INC/DEC-Funktion, um auch im Fluge bequem die Parameter einstellen zu können.

Wo wir gerade bei Firmware sind: Gut ein Jahr flog ich problemlos mit der 1.051. Selbst mit der darauffolgenden "bösen" Firmwareversion 1.060 hatte ich keine unangenehmen Begleit- resp. Runterfallerscheinungen. Kann natürlich auch Glück gewesen sein. Oder der Umstand, dass ich den Hinweis in der History "nach dem Neubinden ..." nicht nur gelesen, sondern auch befolgt habe.

Die zum jetzigen Zeitpunkt neueste Version bietet mittlerweile einen perfekt einfachen Lehrer/Schüler-Betrieb sowie mit der entsprechenden Empfängerfirmware die direkte Anzeige derselben im Display - und sonst noch ein paar Nettigkeiten.

 

In Sachen Software bin ich immer noch fast wunschlos glücklich. Selbst meine ASH-31 Mi von Paritech mit 8 Klappen und 10 Servos alleine in den Flügeln plus Klapptriebwerk war problemlos, schnell und komfortabel zu programmieren.

Was mir indes noch fehlt, ist eine direkte Einflussmöglichkeit auf den Endpunkt einer jeden Klappe, wie es Futaba vormacht. Nun, baut man mechanisch sauber, hat man auch hier keinerlei Einschränkungen und benötigt dergleichen Verbiegungen nicht. Aber "nice to have" wäre es allemal. Hier, dies als Blick in die Zukunft, böte sich für Graupner der Blick ins eigene Regal an, denn die neu vorgestellte MZ-18 kann das!

 


Innere Medizin


 

Was mussten wir 32-User nicht alles in irgendwelchen Foren zu unserem Sender lesen, meist verbreitet von irgendwelchen Leuten, die den Sender höchstens aus dem Prospekt oder vom Hörensagen kannten? Angefangen von irgendwelchen abfallenden Teilen bishin zum falschen Terminus "Plastiksender".

Nun, ein paar Leute haben es wirklich geschafft, ihre inneren Senderhalterungen anzuknacksen (Update 01'2014: Juchu, ich habe es jetzt auch endlich geschafft! Allerdings ist mir der Sender beinahe von der Werkbank geflogen und ich konnte sie nur noch am Bügel festhalten. *Knacks*) oder die seitlichen Schieber abzubrechen (da gehörte ich, wie im ersten Bericht zu lesen, auch dazu). Im Gegensatz zu anderen Herstellern, die entweder nur Plastik in "Knarz-Qualität" oder Alu-Brotkisten ausliefern, zeigt das aus feinstem Aluguss bestehende Gehäse der mc-32 auch nach 2 Jahren keinerlei Abnutzungserscheinungen.

 

Was Graupner bestens verstanden hat, ist schnell und unkompliziert auf Wünsche einzugehen. Die Trimmrädchen sind mittlerweile aus Aluguss, ebenso die seitlichen Drehgeber. Ich habe mir den Luxus erlaubt, aus rein haptischen Gründen diese Aluteile nachzuordern und selbst einzubauen. Daher kann ich euch hiervon sogar Bilder präsentieren:

 

Kunststoff links, Aluguss rechts Kunststoffrad ausklipsen Endlosgeber mit Sechskant Unter der Schalterplatine sitzen die anderen beiden.
Kunststoff links, Aluguss rechts. Man beachte den Sechskant Kunststoffrad ausklipsen Endlosgeber mit Sechskant Unter der Schalterplatine sitzen die anderen beiden

 

Innerhalb weniger Minuten können wir V1-Benutzer von den Kunststoffrädchen auf Alu wechseln. Die V2 wird sowieso schon mit Alutrimmungen und -schiebern ausgeliefert. Für die PRO-Version spricht man mittlerweile von offizieller Seite von Alu-Knüppelaggregaten ... Und wo wir gerade bei der V2 sind:

Im Frühjahr 2013 entschloss ich mich dazu, bevor ich den Erstflug meiner großen ASH-31 anging, den Sender einmal prüfen und mit dem ebenfalls in der V2 eingebauten Zusatzkondensator versehen zu lassen. Als der Sender zurück war, hatte ich den besagten Kondensator eingebaut, laut der nicht allzu hohen Rechnung zudem auch kostenfrei die Scheiben der V2 bekommen. Da staunte ich allerdings nicht schlecht ...


 


Äußerlichkeiten


 

Kennt ihr das Gefühl - irgendwas ist doch anders als vorher? So erging es mir, als mein Sender wieder aus Kirchheim zurück war. Wo sich vorher die Displayscheiben wundervoll und absolut eben in die Senderoberfläche einfügten, klafften nun zwei hässliche Löcher?! Flugs die alten Bilder angeschaut, und wirklich - das war vorher definitiv nicht so!

So wurde ein wenig mit dem Service hin und her gemailt, erklärt, dass ich weder bei mir noch bei anderen 32 je milchige Scheiben gesehen hätte (was der Grund für den Austausch seitens Graupner war - einige wenige Kundenbeschwerden) und das das rein optisch ja nun mal gar nicht ginge.

Nun, hatte mein Servicemitarbeiter da noch andere Ansichten bezüglich Form vs. Funktion, hatte der Servicechef schnell ein Einsehen und schickte mir die "alte" Variante der Scheiben kostenlos zu.

Da wiederum haben wir V1-User einen Vorteil: die V2 wird seit jeher so ausgeliefert, also müssten Besitzer dieser für den Umbau in die Tasche greifen.

Der Umbau erfordert etwas Bastelei, ist aber mit etwas Vorsicht und (dringend!) der Verwendung eines ESD-Armbandes und/oder Matte kein Hexenwerk. Da es hier ans Eingemachte geht, darf dieser unbedingt zu beherzigende Hinweis nicht fehlen:


 

Jegliche wie auch immer geartete Eingriff in Sender, Empfänger oder Sensoren/Module geschieht ausdrücklich auf eigene Gefahr und Verantwortung!


 

V2 V2 V2 V2
Anblick der "V2" genannten Version Wer hat sich das einfallen lassen? Geht mal gar nicht!t Loch an Loch ...
Um an die Scheiben zu kommen, muss man die Akkuhalterung sowie die Platinen entfernen Großes Display von unten Schalterplatine entfernt ESD-Kondensator und oberes Display
Um an die Scheiben zu kommen, muss man die Akkuhalterung sowie die Platinen entfernen Großes Display von unten Schalterplatine entfernt ESD-Kondensator und oberes Display
links alt, rechts neu Großes Display von unten oberes Display Smart-Box
Links edel gefräste V1, rechts schnöde V2 V2 ist einfach 1mm starkes Makrolon Das obere Display ist identisch dem der Smart-Box Wie man hier sehen kann. Wer also Ersatz benötigt ...

 

Wie man sieht, muss man einige Platinen entfernen. Der Tausch der Scheiben geht dann recht einfach vonstatten. Wer nicht zu hundert Prozent weiß, was er und wie er es tun muss, sollte davon die Finger lassen und sich mit dem Service in Verbindung setzen! Nicht verkneifen kann ich mir indes den Hinweis, dass ich hier von Graupner, vor allem in dieser Preisklasse, keine Quick-n-dirty-Lösung, sondern ein adäquates Austauschteil erwarte! Einfach die Originale rauszuwerfen und stattdessen dünnes Makrolon einzusetzen, finde ich ziemlich daneben. Nach der OP sieht die Sache jetzt wieder so aus:

 

wieder wieder schön wieder schön
So muss das sein ... ... unten wie oben ... ... fügen sich wieder nahtlos in die Oberfläche ein!

 


Aufhübschen


 

Beim Stöbern durchs Internet sah ich bei Schwabenflieger diese wunderschönen Blenden für die Handauflagen in Sichtkohle - kurz nachgedacht, bestellt und aufgeklebt! Damit ist jetzt auch die minimale Stufe zwischen Handauflagen und Sendergehäuse egalisiert.

 

Handauflage in Sichtkohle Handauflage in Sichtkohle Handauflage in Sichtkohle Handauflage in Sichtkohle
So wurde es geliefert Passgenau und edel gefertigt Klebestreifen aufbringen Fertig. Dezent, aber edel!

 

Wem das gut gefällt, der wendet sich bitte direkt an Andi Wiegner von Schwabenflieger!

 


Fazit nach zwei Jahren


 

Es dürfte aufgefallen sein: Ich hatte bislang wenig zu meckern. Und das will nach Aussage meiner Frau schon etwas heißen ;). Aber im Ernst: In den vergangenen zwei Jahren kann ich von keinerlei Dingen berichten, die einem, wie mit Teilen anderer Fabrikate durchaus geschehen, das Hobby vermiesten oder den Spaß verdürben. Die mc-32 hat mittlerweile gute 200 Betriebsstunden bei allen Wetterlagen hinter sich gebracht und funktioniert immer noch wie am ersten Tag.

 

Was soll ich also noch sagen? Weiter so! Und mal sehen, wie es nach 5 Jahren so aussieht. Auf die nächsten 1118 Tage also ...

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